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KI im Personalwesen: vom Versprechen zur Praxis

Veröffentlicht am 8. Juli 2026

  • Organisation & Change

In Kürze

  • KI im Personalwesen hat die Proof-of-Concept-Phase hinter sich gelassen, wurde jedoch noch nicht flächendeckend skaliert: Die Anwendungsfälle nehmen zu, ihre Industrialisierung wird jedoch weiterhin durch Datenqualität, Prozessrobustheit und regulatorische Herausforderungen gebremst, weit mehr als durch die Technologie selbst.
  • Mehrwert entsteht nicht überall. Entscheidend ist die Priorisierung: Recruiting, Weiterbildung und HR-Services liefern schnelle Erfolge, während fortgeschrittenere Anwendungsfälle (Fluktuation, schwache Signale usw.) zunächst eine solide Datengrundlage und eine starke Governance erfordern, bevor sie eingesetzt werden können.
  • Skalierung erfordert einen Wandel des Ansatzes: vom „Test & Learn“-Modell hin zu einer produktorientierten Steuerung. Die Kartierung von Anwendungsfällen, die Identifizierung der richtigen Use Cases, die Strukturierung von Daten und die Neugestaltung der Governance werden zu entscheidenden Voraussetzungen, um Pilotprojekte in Erfolge zu verwandeln.

Alle Personalabteilungen verfügen über eigene Proofs of Concept (POCs), in unterschiedlicher Anzahl. Dennoch sind unternehmensweit im großen Maßstab ausgerollte Anwendungsfälle noch nicht die Regel. Die Technologie ist selten der begrenzende Faktor, da die Fähigkeiten der Anbieter noch nie so weit entwickelt waren wie heute. Stattdessen stellen Daten, Prozesse, regulatorische Risiken und Change Management die größten Hürden dar.

Diese Studie, die zweite Ausgabe nach „Arbeit und Organisationen: Wie KI die Arbeitswelt verändert“, beleuchtet die HR-Funktion aus der Innenperspektive. Sie basiert auf rund zwanzig Interviews mit CHROs und Anbietern von HR-Tech-Lösungen. Ein gemeinsamer Leitgedanke zieht sich durch die gesamte Studie: die Unterscheidung zwischen dem, was im produktiven Einsatz tatsächlich Mehrwert schafft, und der Identifikation von Anwendungsfällen mit hohem Wertbeitrag durch eine systematische Analyse des Aufgabenbereichs der HR-Funktion. Daraus ergeben sich sechs Leitprinzipien für den Einsatz von KI in der HR-Funktion.

6 Erkenntnisse  

Vier zentrale Wege zur Einführung von KI im Personalwesen stehen zur Verfügung: allgemeine Large Language Models (LLMs), native Funktionen von HR-Informationssystemen, spezialisierte Lösungen von HR-Tech-Anbietern sowie Eigenentwicklungen. Diese Ansätze bestehen bereits nebeneinander, ohne dass dies allen Beteiligten unbedingt bewusst ist. Das entscheidende Auswahlkriterium ist nicht die Technologie, sondern der operative Bedarf: Der konkrete Anwendungsfall bestimmt den richtigen Weg.

Jetzt die vollständige Studie herunterladen

Vielen Dank an Anthony Guinot, Inès Zeani, Manon Gouron und Guilhem Larguier für ihren Beitrag zu dieser Studie.

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